Gemeindegeschichte

Etwa im Jahre 1933 entstanden in Bielefeld, Quelle, Steinhagen und Werther Versammlungsstellen der Gebetsgemeinschaften. Trotz der nachfolgenden Kriegsjahre 1939-45, die auch an den Gebetsgemeinschaften nicht spurlos vorübergingen, blieb ein kleiner Kreis erhalten, der sich regelmäßig zu Hausgottesdiensten versammelte. Als die Privaträume zu klein wurden, kam Hilfe von der Paulus-Kirchengemeinde Bielefeld: sie stellte einige Räume ihres Gemeindesaales an der Holländischen Straße für Gottesdienste zur Verfügung. Am 01. September 1946 kamen dort 23 „Gemeinschaftler“ zusammen, um die „Ev.-Luth-Gebetsgemeinschaft Bielefeld“ zu gründen. Diese neu gegründete „Verein“ schloss sich alsbald dem „Hauptverein der Ev-Luth.-Gebetsgemeinschaften“ an.

Die folgenden Jahre waren von stetem Gemeindewachstum geprägt, so dass bald die Idee entstand, einen eigenen Gemeinschaftssaal zu bauen. 1965 konnte das Grundstück an der Astastraße erworben werden, Baubeginn war im Frühsommer 1966. Durch den tatkräftigen Einsatz vieler Gemeindeglieder konnte am 18.06.1967 die Einweihung des neuen Saales, überwiegend in Eigenleistung erstellt, gefeiert werden. Mit der Errichtung des Saales war es möglich geworden, manche Arbeit neu zu ordnen. Für die Übstunden der Chöre standen jetzt ganze Abende zur Verfügung. Die Bibelstunde brauchte nicht mehr in Privatwohnungen gehalten zu werden, und Kinder- und Jugendarbeit konnte intensiver durchgeführt werden. Im Jahre 1988 wurde ein Saalanbau errichtet, so dass zwei zusätzliche Räume gewonnen werden konnten, die als Notenraum und Sakristei genutzt werden.

Am 01. September 1996 feierten wir unser 50. Jahresfest. Ein musikalischer Dankgottesdienst am Vorabend in der Pauluskirche, bei dem alle Chöre der Gemeinde mitwirkten, stimmte auf das Fest ein. Der Festgottesdienst fand dann am Sonntagnachmittag ebenfalls in der Pauluskirche statt, zu dem viele Gäste von nah und fern kamen, um mit uns gemeinsam zu danken, loben und zu feiern.

Wenn wir Rückblick auf unsere Gemeinschaftsarbeit halten, stellen wir fest, dass Gott letztlich gewirkt und zu allen Aufgaben seinen Segen gegeben hat. In diesem Vertrauen auf Gottes Beistand dürfen wir dann auch froh und getrost nach vorne blicken; wir wissen uns geführt und getragen von unserem großen Gott und Herrn. Das gibt Hoffnung, schenkt neue Kraft zum Weitermachen nach dem Auftrag Jesu (Luk. 19,13): „Handelt, bis dass ich wiederkomme!“

Quelle: „...aber Gott hat das Gedeihen gegeben.“ - Chronik zum 50. Jahresfest der Ev.-Luth.-Gebetsgemeinschaft Bielefeld e.V